Socca-Pizza mit Paprika und Zucchinistreifen

Socca-Pizza mit Paprika und Zucchinistreifen

Die Socca stammt ursprünglich aus Süd-Frankreich, ist jedoch im gesamten Mittelmeerraum unter den unterschiedlichsten Namen bekannt, wie zum Beispiel als Farinata in Italien. Meist besteht sie aus Kichererbsenmehl, Wasser, Salz, Pfeffer und auch Olivenöl und wird so ähnlich wie eine Palatschinke in einer Pfanne gebraten oder Im Holzofen gebacken.

Traditionell isst man sie einfach ohne Belag mit einem Glas Weißwein, man kann sie aber auch wie eine Pizza belegen und überbacken. Denn im Gegensatz zu herkömmlichen Pizzateig ist die Rezeptur ein wenig einfacher, außerdem hat Kichererbsenmehl weniger Kohlenhydrate als Weizenmehl und fast dreimal so viel Eiweiß.

Belegen kann man seine Socca-Pizza genau wie jede andere Pizza auch – nach eigenem Geschmack. Ich hab’ mich für eine klassische Tomatensoße mit Roter-Paprika und Zucchini entschieden.

Überbacken wurden sie dann schließlich mit selbstgemachtem Cashew-Ricotta-Käse, der nicht nur wahnsinnig gut schmeckt, sondern auch ganz einfach selbst zubereitet werden kann. Für alle Nicht-Veganer gab es Bio-Feta. Wie bei jeder anderen hausgemachten Pizza gilt auch bei der Socca – jeder wie er mag. Also fühlt euch frei den Belag je nach Lust und Laune selbst zusammenzuwürfeln.

Cashew Ricotta

Normalerweise braucht man um selbst Joghurtkulturen zu züchten tropische Temperaturen oder ein spezielles Gerät – jedoch gibt es da einen kleinen Trick: man verwendet einfach sein Backrohr und lässt nur das Licht an! So kreiert man (meistens) genug Wärme, damit sich die Kulturen gut entwickeln können.

Zutaten
1 Cup Cashewkerne (ca. 150g)
1 TL Olivenöl
1/2 Knoblauchzehe
2TL Hefeflocken
1 Kapsel Joghurt Kulturen

Cashews in ausreichend Wasser einweichen und für mindestens zwei Stunden ziehen lassen. Anschließend die Kerne zusammen mit 60ml Wasser in einen Hochleistungsmixer geben und gut zerkleinern. Das Olivenöl, die Hefeflocken, ein kleines Stück einer Knoblauchzehe und das Pulver einer probiotischen Kapsel hinzufügen. Die Masse gut vermengen und in ein sauberes, luftdichtes Gefäß aus Glas geben. Der Ricotta braucht mindestens 8 Stunden um sich gut zu entwickeln, also am besten über Nacht im Backrohr ziehen lassen. Anschließend in den Kühlschrank geben.

Tipp: Da die ideale Temperatur für Joghurtkulturen bei circa 40°Grad liegt, kann man zu Beginn (mit dem Käse) das Backrohr für eine halbe Stunde bei 50°Grad einheizen.

Socca-Pizza 

für 4 Pizzen/ 2 Personen

Zutaten
140g Kichererbsenmehl
Salz
etwas Kokos- oder Rapsöl

Tomatensoße
400g Tomatenstücke (Dose oder Glas)
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Salz
Majoran
Chilipulver
1 TL Kokos- oder Rapsöl

Belag
1 Zucchini
1 rote Paprika-Schote
Bio-Feta und/oder Cashewnuss-Ricotta
frische Basilikum-Blätter

Zubereitung
Kichererbsenmehl mit 200ml Wasser und einer Prise Salz gut vermengen und für etwa 20 Minuten gut ziehen lassen.

Eine Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen und mit etwas Öl einfetten. Wer Cup-Messbecher zuhause hat, kann, um die Pfannkuchen gut zu portionieren, einen 1/3 Cup zu Hilfe nehmen. Die Pizzen (vier Stück) auf jeder Seite ein paar Minuten goldbraun braten und Beiseite stellen.

Knoblauch und Zwiebel klein hacken und in einer Pfanne mit einem Teelöffel hochwertigem Pflanzenöl anbraten. Tomaten dazu gießen und mit je einer Prise Salz, Chili und Majoran verfeinern. Die Tomatensoße ein paar Minuten köcheln lassen, bis sie ein wenig sämiger wird bzw. einkocht.

Schließlich das Backrohr auf 200°Grad vorheizen. Die Paprika und Zucchini in dünne Streifen schneiden (Kleiner Tipp: die Zucchini am besten mit einem Schälmesser „schneiden“- funktioniert viel besser!). Die Pizzen auf einem Backpapier oder einer Silikonmatte platzieren und mit dem Gemüse bzw. dem Cashew Ricotta oder auch Feta belegen. Die Soccas für circa 15 Minuten grillen und schließlich mit frischen Basilikum-Blättern verzieren.

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