Rotkohl mit Dinkel & Hokkaido Kürbis

Rotkohl mit Dinkel & Hokkaido Kürbis

Manch einer hat sich vielleicht schon gefragt, wo ich bleibe und wann es endlich ein neues Rezept gibt. Naja, jetzt. Ganz offensichtlich! Ihr habt so lange nichts von mir gehört, weil ich im Herbst angefangen habe Diätologie zu studieren. Die letzten Monate waren also sehr stressig, ich musste mich erst eingewöhnen und hatte leider nicht genug Zeit, um mich limi.at zu widmen.

Aber das soll sich jetzt ändern. Immerhin war gerade erst Silvester, die perfekte Zeit für gute Vorsätze. Also wird es in Zukunft wieder mehr von mir zu hören geben. Zwar wird es nur noch sporadisch Rezepte geben, aber es wird sie geben.

Dieses Rezept ist eigentlich zufällig entstanden. Als ich vor ein paar Wochen im Halbschlaf mein Mittagessen für die Uni aus Resten zusammen würfelte, ahnte ich nämlich nichts von diesem Ergebnis. Dieses farbenfrohe Gericht sieht nicht nur fantastisch aus, es passt geradezu perfekt in den Winter, schmeckt auch noch verdammt gut und ist vollgepackt mit Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen.

Bekannterweise lieben wir es, die Wahl zu haben. Wir wollen alles selbst entscheiden, möglichst individuell und besonders sein – ob bei der Farbe unseres Textmarkers oder unserer Ernährung. Deshalb gibt es diesmal unterschiedliche Topping-Möglichkeiten. Denn egal ob man vegan lebt, Gluten nicht leiden kann, etwas Neues ausprobieren oder so viel Gemüse wie möglich essen möchte, ist dieses Rezept nicht nur unglaublich lecker – man kann es auch ganz wunderbar variieren und seinen Bedürfnissen anpassen.

Für alle die auf Käse verzichten wollen, gibt es angebratenen Tempeh und für die wenigen unter euch, die keinen Dinkel essen möchten, empfehle ich einfach Buchweizen.

Dieser Salat (oder wollen wir ihn Tabouleh nennen?) schmeckt warm sowie kalt ganz wunderbar und eignet sich praktischerweise  bestens, um ihn mit in die Arbeit oder auf die Uni zu nehmen. Kohlsalat wird meiner Meinung nach viel zu oft unterschätz und zusammen mit dem Senfdressing würde man am liebsten gleich die ganze Schüssel aufessen. Der Dinkel schmeckt nicht nur wunderbar nussig, er ergänzt den Rotkohl perfekt.

Schreibt mir unbedingt, wie euch dieses Rezept gefällt und viel Freude beim Nachkochen.

Zutaten für 2 Personen
120g ganzer Dinkel (bei Zöliakie eignet sich Buchweizen auch sehr gut)
ein halber Hokkaido Kürbis
ein halber Rotkohl
ein Bund Dill
eine Zitrone
2 EL Tahini
2 TL Walnussöl (alternativ Olivenöl)
1 EL Apfelessig
1TL scharfer Senf (zum Beispiel Dijon)
Salz
Pfeffer
Für das Topping:
80g Bio Schafskäse oder 100g Tempeh & 1 EL Tamara Soße & 1 TL Kokosnussöl
2 TL Sesam

Zubereitung

Den Dinkel zuerst waschen und anschließend in der doppelten Menge Wasser mit etwas Salz kochen lassen. Die Körner für fast 40 Minuten bei mittlerer Hitze garen lassen, bis sie weich genug sind.
Das Backrohr für 160° Grad vorheizen.
Den Hokkaido Kürbis gut waschen, die Kerne entfernen und in Spalten schneiden. Anschließend die Stücke in eine feuerfeste Form geben, eventuell mit etwas Öl bestreichen und für circa 30 Minuten garen lassen. Ich empfehle, den ganzen Kürbis, statt nur die Hälfte, auf diese Weise zu zubereiten. Die vorgegarten Stücke eignen sich gut, um sie in den nächsten Tagen für weitere Gerichte zu verwenden. Einfach luftdicht im Kühlschrank lagern und sich beim nächsten Hunger freuen, etwas zur Hand zu haben.

Den Rotkohl waschen und mit einem Messer in sehr dünne Streifen schneiden. Glückliche Besitzer einer Mandoline (Gemüsehobel) dürfen diese natürlich auch verwenden.
Für das Dressing die Sesampaste, das Walnussöl, den Senf und den Essig zusammen mit einem Esslöffel Wasser gut vermengen (ich verwende hierfür am liebsten einen Pürierstab) und mit Salz abschmecken. Nun das Rotkraut mit dem Dressing vermengen und beiseitestellen. Das Kraut kann man auch schon früher zubereiten, so kann es gut durchziehen.
Dill waschen und klein hacken.
Zuerst den Krautsalat anrichten, dann den gegarten Dinkel, den Kürbis und das gewünschte Topping darüber geben. Den Schafskäse einfach in Brösel darüber geben. Für den Tempeh eine Pfanne mittel bis stark erhitzen, in Kokosöl goldbraun braten und mit der Tamari-Soße ablöschen.
Zu guter Letzt den frischen Dill und etwas Sesam darüber streuen. Bon Appetit!

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