Lebkuchen-Keksteig-Bällchen

Lebkuchen-Keksteig-Bällchen

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Juhu, bald ist Weihnachten! Abgesehen von dem Kauf-Rausch und dem Stress, den sich jeder macht, ist die Vorweihnachtszeit meine absolute Lieblingsjahreszeit. Die Zeit für Spaziergänge im Schnee, Punsch und Kekse. Zugegeben, der Schnee lässt noch auf sich warten, aber wie immer bin ich guter Hoffnung, dass wir doch noch ein weißes Weihnachten in Graz erleben dürfen.

Am liebsten würde ich jeden Tag Weihnachtskekse oder Lebkuchen essen, nur passe ich dann höchstwahrscheinlich nicht mehr durch die Tür, außerdem dauert die Zubereitung oft Stunden und auch der viele Zucker ist sehr ungesund. Deswegen dachte ich mir, warum nicht Energiekugeln machen, die nach Lebkuchen schmecken? So könnte man mit gutem Gewissen zum Frühstück Kekse futtern, die in 10 Minuten fertig zubereitet und auch noch roh sind!

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Die in Lebkuchen enthaltenen Gewürze sind außerdem gut für unsere Gesundheit. Zimt wirkt zum Beispiel wärmend, antibakteriell und kann den Blutzucker senken. Anis wirkt ebenfalls antiseptisch sowie entspannend. Vorsicht: Koriander, Nelken und auch Zimt sind appetitfördernd, also nicht wundern, wenn ihr wie ich ein Keksteig-Bällchen-Problem entwickelt. Neben Zimt, Anis und Nelken, werden oft auch Gewürze wie Kardamom, Koriander, Ingwer und Piment verwendet. Der Kreativität sind also keine Grenzen gesetzt!

Die Bällchen lassen sich super einfrieren. Sind also immer bereit, falls man plötzlich Lust auf Lebkuchen bekommt, einen kleinen Snack für unterwegs benötigt oder wie ich Essen ins Kino schmuggeln möchte. Auch als kleines weihnachtliches Geschenk machen sie durchaus was her!

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Der Lebkuchen selbst, auch als Lebzelten, Pfeffer-, Gewürz- oder Honigkuchen bekannt, hat eine sehr lange Geschichte. Die ersten Aufzeichnungen stammen bereits aus dem Jahr 350 v. Chr., richtig bekannt wurde er aber erst ab dem 14. Jahrhundert. Damals kultivierten Nonnen und Mönche die Lebkuchenbäckerei. Auch ganz lustig: In der DDR gab es sogar bis 1990 den Lehrberuf des Pfefferküchlers.

Zutaten für 16 Bällchen

80g (glutenfreie) Haferflocken
4 Medjool Datteln
3 EL Cashewmus
1/2 EL Kokosöl
1 TL Ahornsirup
1 TL Zimt
1/2 TL Nelken
1/4 TL Anis
1/4 TL Koriander
Salz

Optional: geriebene Mandeln, Kakaopulver

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Zubereitung

Haferflocken mit Hilfe eines Mixers zu einem Mehl mahlen und beiseite stellen.

Datteln entsteinen und zusammen mit dem Cashewmus, Kokosöl und Ahornsirup zu einer homogenen Masse mixen. Anschließend Haferflocken, Zimt, Nelken, Anis, Koriander und eine Prise Salz hinzufügen und zu einem glatten Teig vermengen.

Falls er sich schlecht vermengen lässt, noch einen halben EL Kokosöl hinzufügen. Den Teig mit einem Teelöffel portionieren, zu Kugeln formen und in Kakaopulver oder auch gemahlenen Nüssen rollen.

Die Bällchen für circa 10 Minuten in den Gefrierschrank geben, um sie gleich zu essen. Oder auch portioniert einfrieren und mindestens 30 Minuten vor dem Verzehr auftauen lassen.

Anmerkung: Ich persönlich verwende den großen Mixer von Omniblend, obwohl ich ihn wärmstens empfehlen kann, braucht man bei der Arbeit mit Nüssen und Teig viel Geduld. Wer keinen Hochleistungsmixer zu Hause hat, dem rate ich, einen Stabmixer zu verwenden (einfach in einem Gefäß mit kleinstmöglichen Durchmesser mixen – der Kopf des Stabmixers soll genau hinein passen). Und schon kann’s los gehen. Außerdem lege ich jedem Hobbykoch da draußen ein Messlöffel-Set ans Herz. Ich verwende das Joseph Joseph – Nest Measure 8er-Set.

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4 comments

  1. Hallo Limi,
    wow, die klingen fantastisch! Wieder einmal mehr bereue ich es, immer noch keinen Hochleistungsmixer zu haben! Ich werde es aber einfach mal mit meinem Blitzhacker versuchen. Mein Stabmixer ist nämlich auch von der schwächlichen Sorte 😉
    Die Idee einer gesünderen Lebkuchen-Nascherei kommt mir gerade recht, ich esse im Advent viel zu viel Ungesundes 🙂
    Meinst du man könnte die Bällchen auch einfach im Kühlschrank aufbewahren?
    Liebe Grüße aus Wien,
    Elisabeth
    P.S.: Ich mag deine Fotos! <3 Sehr stimmungsvoll!

    1. Liebe Elisabeth, freut mich, dass dir die Bällchen so gefallen! Bevor ich mir meinen Standmixer gekauft habe, musste der Stabmixer von Omi aus den 70ern herhalten. Ich bin mir also sicher, dass du das schon machst 😉 Natürlich kannst du sie auch in den Kühlschrank geben, sie sind vielleicht von der Konsistenz anders, aber bestimmt genau so lecker.
      Liebe Grüße

  2. Hallo Limi,
    habe gerade das Rezept ausprobiert – perfekte Weihnachtseinstimmung. Die Kugeln schmecken mir echt soooo gut. Danke fürs Rezept.
    Liebe Grüße, Carmen

    1. Hallo!
      Das freut mich sehr <3 sie sind auch unglaublich lecker!
      Liebe Grüße & frohe Weihnachten

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