Ghorabie – persische Mandelkekse

Ghorabie – persische Mandelkekse

Am 20. März 2017, um genau zu sein um 11:29 in Österreich, feiert man Nouruz – persisches Neujahrsfest. Über 300 Mio. Menschen zelebrieren diesen Tag seit mehr als 3000 Jahren als Frühlingsbeginn. Nouruz heißt übersetzt „Neuer Tag“ und wird mittlerweile, unter den verschiedensten Namen auch in Indien und Ostafrika gefeiert.
Im Iran wird dazu traditionell der Haft Sin, ein Gaben-Tisch, gedeckt. Dabei werden sieben „Elemente“, die mit dem Buchstaben Sin (S) beginnen, aufbereitet. Wie zum Beispiel ein Apfel (Sib), Knoblauch (Sir), Essig (Serkeh), Gras bzw. etwas Grünes (Sabzeh), Somagh (ein persisches Gewürz), Samanou (ein Art Weizen-Mus) und Senjed (Mehlbeere). Außerdem sind eine Kerze, gefärbte Eier, Geldmünzen, ein Spiegel, Hyazinthen, ein Goldfisch (glücklicherweise veraltet) und ein Buch, meist Der Diwan von Hafis oder auch der Koran Brauch. Jedes „S“ gilt als Symbol für einen bestimmten Segen. So steht zum Beispiel der Knoblauch für Schutz, der Spiegel für Reinheit und Ehrlichkeit.

Neben dem Haft Sin befindet sich meist auch eine Schale mit persischen Keksen und Pistazien sowie Trockenfrüchten. Ich hab‘ mich für eine moderne Interpretation entschieden und natürlich meine eigenen (veganen) Kekse gebacken. Ghorabie sind nur eine Sorte von vielen verschiedenen Keksen, die man zu Nouroz backen kann. Hierbei habe ich Aquafaba verwendet. Die Flüssigkeit, die in einer Kichererbsendose steckt, eignet sich nämlich wunderbar als Eiweißersatz.
Die Kekse sind alles andere als gesund, aber dafür ziemlich lecker! Durch die vielen Mandeln erinnern sie ein wenig an Marzipan. Wer an Fett sparen will, kann auch Mandelmehl verwenden, so sind die Kekse nicht allzu schwer.

Zutaten für 40 kleine Kekse
200g Zucker
100ml Aquafaba
300g geriebene Mandeln (oder auch 150g Mandelmehl, 150g geriebene Mandeln)
1/4 TL Vanille
1EL Zitronensaft
1-2 EL Mandelstifte oder auch geriebene Pistazien/ schwarzer Sesam
1 kleine Prise Salz

Zubereitung
Das Aquafaba in eine Schüssel geben und mit einem Mixer steif schlagen. Den Zucker und das Vanillepulver dazu sieben und nochmals aufschlagen. Die Mandeln, das Salz und den Zitronensaft hinzugeben und gut mischen. Die Masse für 4 Stunden in den Kühlschrank geben. Wer will kann sie sogar über Nacht ruhen lassen.
Das Backrohr auf 170° Grad vorheizen.
Ein Blech mit Backpapier auskleiden. Mit Hilfe von zwei Teelöffel kleine „Häufchen“ – direkt auf das Papier platzieren. Die Masse soll klebrig sein, also nicht wundern, und reicht circa für zwei volle Blech zu je 20 Keksen. Anschließend die Mandel-Häufchen mit Pistazien, Mandelstiften oder auch schwarzem Sesam (die gehören eigentlich auf andere Kekse) verzieren. Nun für circa 15 Minuten in den Ofen geben, sodass sie in der Mitte noch weich sind. Die Kekse kurz trocknen lassen und vorsichtig vom Backpapier trennen.

Hier noch ein paar Fotos von einem traditionellen Haft Sin (liebevoll gestaltet von Fariba, der Mutter meines Freundes).

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